"Das Duell" von Akif Pirincci


Mit „Das Duell“ legt Deutschlands Erfolgsautor Akif Pirincci sein mittlerweile viertes Buch rund um den kätzerischen Meisterdetektiv Francis vor. Nach der Lektüre muss man sich leider wünschen, dass es Pirincci gut sein lässt.

„Feldidae“ – der erste Teil der Reihe – war ein zwar nicht wirklich origineller (Katzen als schlaue Detektive gibt es schon länger), aber flott geschriebener Roman, der zwar nicht umwerfend logisch oder spannend, jedoch hinreichend interessant geschrieben war. Francis Gedanken und seine Sprache bereiten Vergnügen um ihrer selbst, nicht des Plots wegen willen. Der Stil ist angenehm „altmodisch“, was Lovecraft-Jünger wie mich angenehm überrascht.

Der Nachfolger „Francis“ wirkte bereits wie ein schaler Neuaufguss und Epos Nr. 3 „Cave Canem“ war kaum noch genießbar. „Das Duell“ ist der endgültige Abgesang auf den liebenswerten Kater!

Der Plot bewegt sich im Rahmen des üblichen: Wieder mal stolpert Francis über eine grausam zugerichtete Katzenleiche und gerät in ein mörderisches Komplott rund um Gen-Experimente.
Was in „Felidae“ frisch wirkt, ist hier bereits abgestandener Kaffee, in dem Zigaretten-Stummel schwimmen. Man hat als Leser das Gefühl, zum vierten Mal die gleiche Geschichte zu lesen. Nun greift Pirincci auf den alten Trick zurück, ein paar neue Protagonisten einzuführen. Aber ob das nun der aus dem Hut gezauberte Sohn des alternden Klugscheißers auf vier Pfoten ist oder eine Art Abziehbild des jungen Francis: Nichts davon überzeugt, weil es bemüht und uninspiriert wirkt.

Leider muss man auch diesem Band attestieren, dass man im Grunde alle „Felidae“-Romane kennt, wenn man den ersten gelesen hat. Anregende Neuerungen sucht man vergeblich.
Leseempfehlung kann ich keine für diesen Roman aussprechen, und wenn, dann höchstens als Anschauungsmaterial dafür, wie man eine Story möglichst hanebüchen und unübertrefflich idiotisch auflösen kann. Die letzten paar Seiten sind auf einem eines Schriftstellers unwürdigen Niveaus. Einem Hobby-Autoren würde man diese Seiten ( zu Recht!) um die Ohren schlagen, dermaßen unter aller Kritik kommt es daher.